Ein Löschwassertank mit 500 m³ gehört zu den Großvolumen, bei denen eine unterirdische Lösung wirtschaftlich kaum noch darstellbar ist. 500.000 Liter Löschwasser werden dort vorgehalten, wo ein Brandschutzkonzept objektbezogen eine große Reserve verlangt oder wo über weite Strecken keine Wasserentnahmestelle existiert.
Realisiert wird diese Größe je nach Grundstück als ein großer Tank oder als Verbund mehrerer Einheiten – etwa fünf Tanks zu 100 m³, die über eine gemeinsame Leitung an eine Entnahmestelle geführt werden. Der Verbund hat den Vorteil, dass sich die Anordnung an die vorhandene Fläche anpassen lässt und einzelne Einheiten für Wartung getrennt werden können.
Große Löschwassertanks als flexible Bevorratung
Löschwassertank 500 m³ auf einen Blick
- Nutzvolumen: ca. 500 m³ / 500.000 Liter
- Als Einzeltank oder als Verbund mehrerer Tanks realisierbar
- Deutlich geringere Investition als unterirdische Behälter gleicher Kapazität
- Frostgeschützte Ausführung bis −30 °C
- Mehrere Entnahmestellen, auch mit fest verlegter Ringleitung
- Doppelnutzung als Brauch- oder Bewässerungswasserspeicher möglich
- Erwartete Nutzungsdauer von 20 bis 25 Jahren
Wofür reichen 500 m³ Löschwasser?
500.000 Liter entsprechen rund 1.600 l/min über gut fünf Stunden oder etwa 3.200 l/min über zweieinhalb Stunden. Das ist die Größenordnung, in der ein ausgedehnter Brand über die gesamte Einsatzdauer aus dem Vorrat versorgt werden kann, ohne dass eine lange Wegstrecke zum nächsten Gewässer aufgebaut werden muss.
Für Standorte in der Fläche – Windparks, abgelegene Industrieanlagen, Anlagen der Energiewirtschaft – ist genau das der entscheidende Punkt: Die Alternative wäre ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen über viele Kilometer.
Typische Einsatzbereiche für 500 m³
- Windparks und Windkraftanlagen in abgelegener Lage
- Große Industrie- und Chemiestandorte
- Tanklager und Umschlagplätze
- Waldbrandvorsorge und Vegetationsbrandschutz
- Großflächige Solarparks und Batteriespeicherprojekte
- Bergbau, Rohstoffgewinnung und Deponien
- Großbaustellen und Infrastrukturprojekte
- Kommunale Löschwasserreserve für mehrere Ortsteile
Wichtiger Hinweis zur Anlieferung
Ab 500 m³ Volumen liefert der LKW aufgrund des Gewichts ohne Ladebordwand an. Für die Entladung der Paletten benötigen Sie bauseits einen Gabelstapler, einen Radlader mit Gabel oder einen Kran. Bitte berücksichtigen Sie das bei der Planung des Liefertermins – wir stimmen die Anlieferung im Vorfeld mit Ihnen ab.
Doppelnutzung: Löschwasser und Brauchwasser
Große Volumen lohnen sich besonders, wenn der Vorrat mehrfach genutzt wird. In der Praxis wird ein Teil des Volumens als reine Löschwasserreserve gesperrt, während der übrige Teil als Brauch-, Prozess- oder Bewässerungswasser dient – gespeist etwa aus Regenwasser. Die Auslegung stimmen wir mit Ihrem Brandschutzkonzept ab.
Frostgeschützte Ausführung bis −30 °C
Auch Großtanks sind in frostgeschützter Ausführung bis −30 °C erhältlich. Bei einem Tankverbund wird die frostsichere Entnahmestelle zentral ausgeführt, sodass nur eine Stelle unterirdisch geschützt werden muss.
Die Entnahmestelle wird dabei unterirdisch und frostgeschützt ausgeführt, sodass die Feuerwehr auch im Winter über einen Hydranten Wasser entnehmen kann – ohne zusätzliche Dämmung und ohne Heizung.
Anschlüsse und Entnahme
In dieser Größenklasse werden die Anschlüsse projektbezogen geplant, häufig mit fest verlegter Leitung zu einer oder mehreren Entnahmestellen:
- Befüllung über Hydrant, Pumpe, Tankwagen oder Regenwasserzulauf
- Entnahme über Storz-A-, -B- oder -C-Kupplung je nach Vorgabe der Feuerwehr
- Sauganschluss für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge
- Überlauf- und Entleerungsanschluss
- Optional: Füllstandsanzeige zur Kontrolle der Bevorratung
Aufstellfläche und Platzbedarf
Für 500 m³ ist je nach Aufteilung und Bauhöhe eine Fläche in der Größenordnung von rund 500 bis 900 m² einzuplanen. Bei einem Tankverbund lässt sich die Anordnung flexibel an den Grundstückszuschnitt anpassen.
Der genaue Grundriss hängt von der gewählten Bauhöhe und Ausführung ab – wir nennen Ihnen die exakten Maße für Ihre Variante zusammen mit dem Angebot. Die Fläche sollte eben, frei von spitzen Steinen, Wurzeln und Scherben sein; ein Schutzvlies wird in der Regel mitgeliefert bzw. empfohlen.
Genehmigung und Abstimmung mit der Feuerwehr
Ob ein oberirdischer, flexibler Löschwasserbehälter als Nachweis des Grundschutzes anerkannt wird, entscheidet die zuständige Brandschutzdienststelle im Einzelfall. In der Praxis werden flexible Behälter häufig akzeptiert, insbesondere wenn eine dauerhaft nutzbare, frostsichere Entnahmestelle vorhanden ist. Wir empfehlen, die vorgesehene Lösung frühzeitig mit Feuerwehr und Bauamt abzustimmen – eine Übersicht der einschlägigen Regelwerke finden Sie auf unserer Seite zu den DIN-Normen für Löschwasserbehälter.
Diese Angaben benötigen wir für Ihr Angebot
Für eine schnelle Auslegung und Angebotserstellung helfen uns folgende Informationen:
- Benötigtes Löschwasservolumen: 500 m³
- Lieferort / Postleitzahl
- Minimale Außentemperatur am Standort
- Benötigte Entnahmemenge in l/min oder m³/h
- Gewünschter Anschluss (Storz A, B oder C)
- Dauerhafte oder temporäre Nutzung
- Angaben zur vorhandenen Aufstellfläche
- Falls vorhanden: Brandschutzkonzept oder Ausschreibungsunterlagen
Weitere verfügbare Größen
Neben 500 m³ sind unter anderem folgende Größen als faltbarer Löschwassertank erhältlich – von rund 1 m³ bis 2.500 m³:
Angebot für einen Löschwassertank 500 m³ anfordern
Nennen Sie uns Volumen, Standort und gewünschten Anschluss – Sie erhalten in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein Angebot. Die Beratung ist kostenfrei und unverbindlich.